Yoga als Lebensphilosophie: Nehm die Zügel in die Hand


Yoga als Lifestyle: Wie können wir unserem Leben eine bewusste Richtung geben?

Die Yoga-Philosophie gibt uns ein tolles Bildnis um unseren eigenen Denk-& Handlungsprozess besser verstehen zu können.

Unser gesamtes Sein wird mit einer Pferdekutsche in Bewegung verglichen:

Yogalexa-Yoga als Lifestyle

Wir haben dort einmal die Kutsche an sich, das ist unser Körper, unser physikes Ich.

Je nachdem wie wir in unserem Körper wohnen und ihn behandeln ist sein Zustand. Es gibt prunkvoll geschmückte Kutschen voller Eleganz und auch schneidige sportliche Rennwagen. Es gibt vernachlässigte Wagen, die ungepflegt vor sich hin rosten und dringend geölt werden müssten. Manche haben sogar kaputte Teile, denen keine Aufmerksamkeit geschenkt wird und die nicht ersetzt oder repariert werden und so ist die Fahrt dieser Kutschen beschwerlich und holperig.

Vor der Kutsche sind Pferde gespannt. Diese Pferde repräsentieren unsere Emotionen und Gefühle, vor allem aber auch unsere 5 Sinne (fühlen, sehen, hören, riechen, schmecken).

Die Pferde sind von Natur aus wild und ungezähmt. Sie laufen in vollem Galopp in jegliche Richtung die ihnen in den Sinn kommt. Das können wir täglich an uns selbst beobachten. Wenn wir unsere Sinne und Gefühle nicht unter Kontrolle bringen, machen sie mit uns was sie wollen. Ohne Selbstbeherrschung sind wir ihnen komplett ausgeliefert.

Die Pferde tragen Zaumzeug und haben Zügel. Sie sind damit an die Kutsche gebunden und ziehen diese hinter sich her. Das Zaumzeug sind unsere Gedanken. Diese stellen die Verbindung zwischen Körper und Geist dar.

Oder bildlich gesprochen die Verbindung zwischen der Kutsche und den Pferden.

Auf dem Kutschbock sitzt der Kutscher. Er repräsentiert unseren Intellekt und unser Ego.

Yogalexa - Yoga als lifestyle - Dein Intellekt hat Kraft

 

Er hat die Zügel in der Hand und kann die Pferde kontrollieren und in die Richtung lenken die er wünscht.

Er bestimmt das Tempo und ist eigentlich der Herr über die Kutsche und die Pferde oder anders gesagt über den Körper, die Gefühle und die Gedanken.

Leider ist der Kutscher sich seiner Macht oft nicht bewusst. Er ist wie betrunken und lässt sich treiben.

Mühsam hält er sich gerade so auf dem Kutschbock, er überlebt anstatt bewusst zu leben. Er lässt die Pferde wild sonst wohin galoppieren und schaut wo sie ihn mal hin bringen.

 

Der besoffene Kutscher steht für das Lebensgefühl was viele Menschen haben:

Sie werden durch das Leben gelebt und geleitet und nicht andersherum. Sie fühlen sich nicht wie der Herr in ihrem Leben, der die Richtung bestimmen kann, sondern müssen sich an die Umstände und Verpflichtungen anpassen,die ihren Alltag bestimmen. Sie sind sich ihrer eigenen Verantwortung nicht mehr bewusst, ihrer eigenen Kraft und Macht um alles verändern zu können. Das Leben erscheint ihnen wie von Aussen, wie von einer Zauberhand gelenkt auf die sie keinen Einfluss mehr haben. Sie haben ihre Selbstbestimmung aufgegeben, so wie der betrunkene Kutscher.

Sie werden von Aussen gelebt und beeinflusst, durch Familie, Mitmenschen, Gesellschaft und Medien. Solange sie sich von ihrem Zustand nicht bewusst werden, werden sie auch keine Veränderung in ihrem Leben erfahren, sie bleiben „berauscht“ von der Illusion der Machtlosigkeit.

Doch wo soll die Reise eigentlich hingehen? Warum fährt die Kutsche überhaupt?

Sprich was ist der Sinn unseres Lebens?

Wir haben den Passagier in der Kutsche vergessen. Hinten im Wagen sitzt unsere Seele, unser echtes Ich das nach Erfüllung verlangt. Unsere Seele weiss wohin wir müssen und auch was der richtige Weg wäre um dorthin zu kommen. Unser Kern weiss sicher wie wir von jedem Moment unserer Reise durchs Leben bewusst geniessen könnten. Wie wir im Moment sein könnten.

Yogalexa - achte auf Deine Seele

 

Doch unsere Seele ist bescheiden und zurückhaltend, sie spricht nur leise zu uns und nur wenn wir uns die Zeit nehmen um mit ihr ins Gespräch zu kommen. Und doch ist sie immer da, sie ist immer in uns und reist mit uns durchs Leben.

Durch Stille und Meditation können wir ihr wieder zuhören. Sie versucht uns auch durch unsere Intuition (unser Bauchgefühl) zu leiten und uns den richtigen Weg zu weisen. Durch unsere Seele spricht auch Gott zu uns. Aber wir müssen bereit sein, um zuzuhören.

Im lauten WirrWarr des Alltags  geht uns diese Verbindung oft verloren, vielleicht haben wir sie bisher auch noch nie in uns gespürt. Dann fühlen wir eine unerklärliche Leere in uns. Ein Streben, eine Suche nach etwas was wir nicht Greifen können.

Wir suchen ausserhalb von uns, in dieser Welt. Wir streben nach Macht, Einfluss, Geld, Komfort, Luxus, Abwechslung, Befriedigung durch Konsum, Beschäftigung, Ablenkung oder was uns sonst noch in den Sinn kommt durch unsere wildgewordenen Pferde.

Wie können wir also die Kutsche in die Richtung lenken, die uns unsere Seele oder unsere Bestimmung vorgibt?

Kehr nach Innen und schenk Deiner Seele Gehör.

Mach den Kutscher wach, hol ihn raus aus seinem Suff und lass ihn wieder klar werden und klar denken und handeln.

Gib Deinem Intellekt die Kraft zurück die er hat um Dein Leben in die richtigen Bahnen zu lenken. Werde Dir Deiner Selbst bewusst, triff selbstbestimmte Entscheidungen.

Benutze das Zaumzeug, also die Kraft Deiner Gedanken um Deine Pferde (= Deine Sinne und Gefühle) zu lenken.

Kümmere Dich um Deine Kutsche, sie ist Dein Gefährt durch dieses Leben. Behandele Deinen Körper gut und respektvoll, so dass Du eine lange und angenehme Reise haben kannst.

Vielleicht denkst Du jetzt, dass Du Deine Gefühle nicht kontrollieren kannst weil sie ein Eigenleben haben.

Das stimmt, die Sinne und Emotionen entstehen durch physiologische und somit biologische Prozesse in uns. Wir können diese nicht völlig beherrschen, genau wie auch die Pferde ein Eigenleben haben -unabhängig vom Kutscher und Kutsche.

Aber Du kannst Dir davon bewusst sein, dass es nur Gefühle sind und Du Dich nicht von ihnen kontrollieren oder lenken lassen musst. Du kannst mit Hilfe von Deinen Gedanken und Deinem Intellekt wahrlich die Zügel in die Hand nehmen.

Du kannst Deine Gefühle beobachten ohne Dich mit ihnen zu identifizieren, sie nur wahrnehmen und jederzeit selbst entscheiden was Du mit ihnen tust. Du sollst sie nicht unterdrücken, das wäre fatal. Denn sie sind da und werden durch Zwang nur noch stärker und unberechenbarer.

Gib ihnen ihren Platz, akzeptier Deine Gefühle so wie sie sind, ohne sie zu verurteilen, ohne sie zu bekämpfen. Aber sei Dir ihrer Zugkraft bewusst und probiere sie in die Richtung zu lenken, die Dir Dein Inneres, Dein echtes Ich, vorgibt.

Yoga & Meditation sind ausgezeichnete Hilfsmittel um sich seiner Selbst, seiner Gedanken und Gefühle bewusst zu werden.

Dein Geist wird klar und scharf, Deine Richtung wird Dir deutlich, Dein Fokus nimmt zu und ausserdem hilft regelmässige Yogapraxis Dir Deinen Körper gesund und fit zu halten.

Genug gute Gründe um die Kutschfahrt durchs Leben endlich in die eigene Hand zu nehmen und noch heute mit Yoga zu beginnen! Viel Spass dabei, Yogalexa

 


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