Yoga gegen Falten


Wäre das nicht wunderbar? Täglich ein paar Yoga-Übungen machen und niemals faltig werden. Zu schön um wahr zu sein? Leider ja! Aber wie Yoga Dir trotzdem helfen kann, um weniger Stressfalten und mehr Lachfalten zu bekommen, liest Du hier…

Warum nicht?

Was bedeuten Falten eigentlich für Dich? Wie gehst Du mit dem Altern um? Und wie gehts Du mit dem Leben überhaupt um? Hast Du mehr Sorgenfalten oder mehr Lachfalten im Gesicht?

Falten sind ein Anzeichen dafür, dass in unserem Körper der Alterungsprozess begonnen hat. Das ist etwas ganz Natürliches.  Alle Menschen durchlaufen diesen Prozess der physiologischen Alterung, ob sie nun wollen oder nicht. Ab ungefähr unserem 30. Lebensjahr ist der Entwicklungsprozess des Körpers abgeschlossen und hat unsere Vitalität ihr Maximum erreicht.

Um unseren 40. Geburtstag beginnt langsam der Abbau dieser Lebenskraft. Oft erleben Menschen rund um diese Zeit auch eine sogenannte „Midlife-crisis“: das Leben ist platt gesagt nun zur Hälfte rum und man fragt sich selber, ob man echt so weiter machen möchte wie bisher oder angesichts der ablaufenden Sanduhr doch andere Wege gehen möchte.

Für Viele ist die Erkenntnis dass unsere Zeit begrenzt ist eine Bedrohung. Doch wie wäre es sich ab heute JEDEN Tag aufs Neue darüber zu freuen, dass wir noch so gesund und munter sind, dass wir uns weiterhin in das Abenteuer Leben stürzen  dürfen?

Warum wehren wir uns so vehement dagegen älter zu werden? Was sind Falten anderes, als der Beweis dafür, dass wir schon eine ganze Menge erleben durften? Wie Narben oder ein Tattoo erzählen sie einen Teil unserer Lebensgeschichte.

Leben ohne Leiden

Schon Buddha hat in der ersten seiner 4 edelen Wahrheiten gelehrt, dass Leben Leiden bedeutet. Dieses Leiden ist unabwendbar und je früher wir uns mit dieser Erkenntnis auseinandersetzen, umso besser können wir akzeptieren, dass Altern, Krankheit, Verlust und Tod zu unser aller Leben dazu gehören.

Akzeptanz führt zu einem tiefen inneren Frieden. Es ist so, als wenn wir nach jahrelangem harten Kampf die Waffen niederlegen. Nicht weil wir aufgeben, sondern weil wir plötzlich realisieren wie unnütz dieses Gefecht ist.

Sobald wir in uns annehmen können, dass Leiden zum Leben gehört ist das Leben viel leichter. Ein Stein fällt von unserem Herzen, eine Last von unseren Schultern: plötzlich sind wir frei und können unsere Energie für positive Dinge verwenden.

Meditation kann uns ausgezeichnet dazu helfen um zu dieser Einsicht zu gelangen, wir lernen zu relativieren. Für andere kommt dieses befreiende Gefühl als ein Geschenk des Alters.

Kein Grund also sich seiner Falten zu schämen

Ausser der natürlichen genetischen Faltenbildung gibt es aber auch sogenannte extrinsische Faktoren, die die Hautalterung beschleunigen können. Dazu zählen zu viel Sonnenstunden auf der Haut (UV-Strahlen), zu viel Stress, zu wenig Schlaf, zu wenig Wasser im Körper, ungesunde Ernährung, Rauchen und übermässiger Alkoholgenuss.

Auch zu viel einseitige Bewegungen in der Gesichtsmuskulatur, wie z.B. das ständige Zusammenkneifen der Augen vorm Computer können dazu beitragen, dass Falten schneller sichtbar werden.

Genauso trägt auch Bewegungsmangel zur Faltenbildung bei, da das Hautgewebe schlechter durchblutet wird und sich so die Zellen nicht mehr so gut regenerieren können und Giftstoffe nicht mehr abtransportiert werden.
Hier stelle ich Dir drei einfache Yogaübungen gegen Falten vor:

1. Einfache Sitzhaltung mit Öffnung des Brustkorbs

Setz Dich bequem aufrecht hin.

Am Besten in den Schneidersitz auf Deiner Yogamatte oder Deinem Sitzkissen.

Du kannst diese Übung aber auch auf einem Stuhl machen, wenn Du nicht gut auf dem Boden sitzen kannst. Achte dann darauf, dass der Stuhl keine hohe Lehne hat.
Richte Deine Wirbelsäule bewusst auf, bis in Deinen Nacken. Bring mit einer Einatmung beide Arme nach oben und dann aus der Länge nach hinten.

Die Fingerspitzen berühren den Boden, probier Dich nicht auf die Hände zu stützen sondern Deinen Rücken aus eigener Kraft aufrecht zu halten.

Yoga gegen Falten_ geöffneter Brustkorb_Hatha Yoga_Easy Yoga2

 

 

Fühl wie Du im ganzen Oberkörper weiter wirst.

Recke dann ganz bewusst dein Brustbein noch weiter nach oben.

Fühl wie die Schulterblätter zueinander streben.

Atme tief in Deinen geöffneten Brustkorb.

 

 

 

 

Vielleicht fühlst Du das Du die Vorderseite deines Oberkörper soweit strecken kannst, dass Du auch mit Deinem Gesäß leicht abhebst.

Bewege dann ganz bewusst Dein Becken nach vorne.

Yoga gegen Falten_ geöffneter Brustkorb_Hatha Yoga_Easy Yoga3

Wenn Du keine Nackenprobleme hast lass nun auch Deinen Kopf nach hinten sacken.

Die Schultern bleiben weit weg von den Ohren.

Fühl wie auf diese Weise auch die Vorderseite Deines Halses gedehnt wird.

Geniess davon.

Fühl wie sich deine gesamte Haut strafft. Fühl wie sie mit neuer Energie durchblutet wird.
Bleibe mindestens 10 tiefe Atemzüge hier.

Wenn Du wieder aus der Haltung kommen möchtest, bringst Du langsam und andächtig Dein Kinn wieder zurück zu Deinem Brustkorb.

Verweile für 3 tiefe Atemzüge hier und richte dann mit der 4. Atmung Deinen Kopf langsam wieder auf.

Wenn Du Verspannungen fühlst, kreise mit Deinen Schultern ein paar Mal nach vorne und nach hinten.

2. Einfacher Twist im Sitzen

Bleibe weiter entspannt sitzen.

Wenn Du Deine Beine zwischendurch eben ausstrecken möchtest – tu das. Bring danach ganz bewusst Dein anderes Bein nach vorne sobald Du wieder in den Schneidersitz gehst.

Yoga gegen Falten_Drehsitz_einfacher Twist im Sitzen
Lege dann Deine rechte Hand auf Dein linkes Knie.

Bring mit der Einatmung Deinen linken Arm gestreckt nach oben und drehe Dich mit der Ausatmung nach links.

Bring dabei den Arm soweit wie möglich hinter Dich.

Folge mit Deinem Oberkörper der Bewegung.

Schau über Deine linke Schulter nach hinten.

Dreh Dich mit der nächsten Einatmung wieder nach vorne und richte Deine Wirbelsäule bewusst auf bis zum Scheitel.

Mit der nächsten Ausatmung wiederholst Du die Drehung nach hinten.

Mit der Einatmung wieder nach vorne und aufrichten.

Bei der Ausatmung noch tiefer in die Drehbewegung gehen, wobei Du Deinen Rücken aufrecht hältst.

Wiederhole so 10 tiefe Atemzüge.

Verweile danach noch 5 weitere Atemzüge in der Drehung.

Geniess von der Dehnung die Du erfährst und atme dabei so tief wie möglich in Deinen Bauchraum.
Drehe Dich mit einer Ausatmung wieder nach vorne und komm bewusst in Deine Mitte.
Verweile hier 2 tiefe Atemzüge und fühl nach wie sich Dein Körper nun anfühlt.

Bereite Dich dann vor für die andere Seite.

Lege dann Deine linke Hand auf dein rechtes Knie und bring mit der Einatmung dein deinen rechten Arm gestreckt nach oben und drehe dich mit der Ausatmung nach rechts.

Bring dabei den Arm soweit wie möglich hinter Dich.

Folge mit Deinem Oberkörper der Bewegung. Schau über Deine rechte Schulter nach hinten.

Dreh Dich mit der nächsten Einatmung wieder nach vorne und richte Deine Wirbelsäule bewusst auf bis zum Scheitel.

Mit der nächsten Ausatmung wiederholst Du die Drehung nach rechts.

Mit der Einatmung wieder nach vorne und aufrichten.

Bei der Ausatmung noch tiefer in die Drehbewegung gehen, wobei Du Deinen Rücken aufrecht hältst.

Wiederhole so 10 tiefe Atemzüge. Verweile danach noch 5 weitere Atemzüge in der Drehung.

Geniess von der Dehnung die Du erfährst und atme dabei so tief wie möglich in Deinen Bauchraum.
Drehe Dich mit einer Ausatmung wieder nach vorne und komm bewusst in Deine Mitte.
Verweile hier 2 tiefe Atemzüge und fühl nach wie sich Dein Körper nun anfühlt.

 

Twists haben eine sehr reinigende Wirkung auf den Körper

Durch die intensiven Drehungen wird Dein Bauchraum verkleinert und Deine Organe zusammengequetscht. Der tiefe Atem massiert sie dabei. Auf diese Weise werden die Organe regelrecht ausgewrungen und alle Giftstoffe hinaus gepresst.

Darum ist es umso wichtiger nach Deinem Yoga viel Wasser oder Kräutertee zu trinken und das auch den ganzen Tag so weiter zu tun. So können die Abfallstoffe aus dem Körper auch abgeführt werden.

 

Mach dich dann bereit für die letzte Übung:

Yoga gegen Falten_Kopfstand

Halber oder vollständiger Kopfstand

Sirsasana wie der Kopfstand in Sanskrit heißt, ist ein echter Yoga-Klassiker.

Wenn Du diesen Asana erst einmal beherrscht, wirst auch Du ihn lieben.

Der Kopfstand gibt uns im wahrsten Sinne des Wortes wieder einen klaren Kopf.

Das Gehirn wird kräftig durchblutet und dadurch alle Gehirnzellen mit frischem Sauerstoff versorgt.

 

Ich werde den Kopfstand nächste Woche in einem extra Blogbeitrag ausführlich beschreiben.

Wenn Du mit dem Üben nicht mehr warten möchtest kannst Du Dir gerne mein Video zu dieser Übungsreihe auf Youtube anschauen:

Hier geht´s zum Video: Yoga Übungen mit Yogalexa: Yoga gegen Falten

„Jung sein beginnt im Kopf“

Wir alle kennen diesen Spruch.  Aber das ist nicht der einzige Grund, warum ich den Kopfstand mit in diese Reihe aufgenommen habe.

Dem „König der Asanas“ (so wird der Kopfstand auch oft genannt) wird eine verjüngende Wirkung zugeschrieben. Perfekt also für unsere Anti-Falten-Serie.

Yoga kann uns helfen, um relaxter zu leben und uns gesünder zu ernähren. Umso länger wir Yoga machen, umso mehr werden wir uns von all unseren Angewohnheiten bewusst. Auch von denen, die uns mehr schaden als dass sie uns helfen.

Wir können jederzeit Abschied von diesen Dingen nehmen und uns neu orientieren.
Viel Spass dabei! Lachen ist und bleibt die beste Medizin.
Namaste, Alexa


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